Die Brennerei

Die Antica Distilleria Domenico Sibona S.p.A. sitzt im Roerogebiet in der Gemeinde Piobesì d’Alba, nur wenige Kilometer von Alba entfernt. Sie wurde vor gut einem Jahrhundert auf demselben Gelände gegründet, wo früher eine Ziegelbrennerei stand und befindet sich inmitten jenes Anbaugebiets, wo die besten piemonteser Weine angebaut werden: die Nebbiolo-Traube (aus der je nach spezifischem Anbaugebiet Barolo, Barbaresco oder Roero vergoren wird), sowie die Trauben Barbera, Dolcetto, Moscato, Chardonnay, Arneis und Brachetto.
Sibona ist eine der historischen Brennereien des Piemont und ist Inhaber der alten Brennlizenz Nr.1 des U.T.F. (Finanzbehörde, die alle in der Brennerei getätigten Arbeiten überwacht); diese ist Zeichen einer großen Vergangenheit und eingeführten Prestiges.


Seit seiner Gründung hat die Brennerei Sibona sich immer als kleinhandwerklichen Betrieb verstanden, der sortenreine Grappe mit einem kontinuierlichen Brennverfahren aus frisch angeliefertem Trester brennt. Ursprünglich brannte man die edlen Tropfen mithilfe einer ausgedienten Dampflokomotive, die dann gegen Kupferbrennkolben ausgetauscht wurde. Der Trester wird jedoch weiterhin frisch, d.h. direkt nach Anlieferung, gebrannt, was es Sibona erlaubt, den Grappe noch mehr Duft- und Aromastoffe des gelesenen Guts einzuverleiben. Jüngst hat man auch damit begonnen, eben vergorene weiße, rosé und blaue Muskatellertrauben zu einem Brandy zu brennen (mit dem eingetragen Warennamen “UvadiLanga”). Dieses Erzeugnis erfreut sich größter Beliebtheit dank der hochwertigen Qualität und seinen hervorragenden organoleptischen Eigenschaften. Neben der sorgfältigen Auslese der besten Trester vor Ort sind auch das fachmännische Brennverfahren, die dauernde Modernisierung der Betriebsmittel, die Erfahrung zweier Oenologen und das Ausschließen des zu Beginn und zu Schluß durchlaufenden Brandes für den edlen und sortentypischen Charakter der Produkte verantwortlich. Zu guter letzt verhilft eine lange Lagerung im kleinen Holzfaß (Barrique) dazu, sie geschmeidiger und gefälliger zu machen sowie die Aromen- und Geschmachsvielfalt zu bereichern.